Ernst Lubitsch Preis

Foto: Babylon Kinosaal mit Publikum, auf der Bühne Nikola Lubitsch im Gespräch mit Friedemann Beyer
©Stephanie von Becker

Am 11. Februar 1957 unterschrieben die ersten Mitglieder Dr. Hans Borgelt, Günther Geisler, Jürgen Graf, Edith Hamann, Felix Henschel, Georg Herzberg und Karl-Heinz Krüger die teilweise noch heute wirksame Vereinssatzung. Der CLUB DER FILMJOUNALISTEN, BERLIN e.V. war damit geboren und sicherte zu, das Ansehen und den Berufsstand der Filmjournalisten zu fördern, ohne damit einen politischen, religiösen oder kommerziellen Zweck zu verfolgen.

Seitdem sind Generationen von Mitglieder immer wieder ehrenamtlich für den Club tätig geworden, insbesondere wenn es um die Vergabe des renommierten ERNST-LUBITSCH-PREISES geht, der nur zehn Monate nach der Gründung des Clubs von dem großen Regisseur Billy Wilder (1906-2002) angeregt wurde und seitdem mit nur wenigen Ausnahmen jedes Jahr für die beste komödiantische Leistung in einem deutschsprachigen Kinofilm vergeben wird.

Es gab im Laufe der Jahrzehnte etliche Förderer und Mitglieder des Clubs - darunter der berühmte Berliner Film- und Theaterkritiker Friedrich Luft (1911-1990), der den ERNST-LUBITSCH-PREIS am 28. Januar 1959 an Heinz Rühmann für seine Rolle als „Der Pauker“ überreichte, die Mitbegründer der ‚Freunde der deutschen Kinemathek’ und Initiatoren der Berlinale-Sektion ‚Internationales Forum des Jungen Films’, Erika und Ulrich Gregor, Berlins Underground-Regisseur und Filmkritiker Lothar Lambert sowie der frühere Feuilleton-Redaktionsleiter der Berliner Morgenpost, Dieter Strunz (1933-2013), um nur einige zu nennen.

Bis 2015 leitete der durch die Westberliner Radiostationen RIAS und SFB bekannt gewordene Fernseh- und Radiojournalist Götz Kronburger als Vorstandsvorsitzender den CLUB DER FILMJOURNALISTEN, unterstützt von dem Filmjournalisten Markus Tschiedert, der seit 2007 dafür gesorgt hat, dass der ERNST-LUBITSCH-PREIS nicht verloren geht und durch festliche Verleihungen im Babylon, dem Traditionskino in Berlin-Mitte, einem größeren Publikum zugänglich gemacht wird.

Mitglieder des Clubs können auf dem Gebiet des Filmjournalismus tätige Personen werden. Wobei eine Leidenschaft für Lubitsch und ein Interesse für deutschsprachige Filmkomödien bestehen sollte. Daher ist der Mitgliederkreis in den letzten Jahren erweitert worden. Die Mitgliedschaft ist nicht mehr nur auf Filmjournalisten begrenzt, sondern wird im Kultur- und Medienbereich auch denjenigen angeboten, die sich um die Aufgaben des Clubs verdient gemacht haben.

Eine große Aufgabe sieht der CLUB DER FILMJOURNALISTEN, BERLIN im Erhalt des deutschen Filmerbes, um vor allem junge Menschen wieder an Filmklassiker heranzuführen, weshalb die Lubitsch-Preisverleihungen der letzten Jahren stets mit der Aufführung eines Meisterwerks des legendären Komödienregisseurs mit wachsender Publikumsbegeisterung eröffnet wurden. Des Weiteren setzt sich der Club dafür ein, dass mit dem ERNST-LUBITSCH-PREIS ausgezeichnete Komödien nicht verloren gehen und neben Wiederaufführungen auch auf digitale Speichermedien wie DVD und Blu-ray veröffentlicht werden.

Ernst Lubitsch Preis

Foto:Mit der Verleihung 2017 wurde auch 125 Jahre Ernst Lubitsch gefeiert
©Stephanie von Becker

Darauf allein will sich der CLUB DER FILMJOURNALISTEN, BERLIN e.V. zukünftig aber nicht beschränken, sondern sein Tätigkeitsbereich mittel- und langfristig erweitern. Auf der Agenda stehen der Austausch und Diskussionen über soziale Netzwerke sowie Filmabende, Retrospektiven und Sondervorführungen von Filmen,  die sich auch mit anderen Kinokünstlern beschäftigen. Abhängig von beruflichen Verpflichtungen werden alle unsere ehrenamtlichen Mitglieder ihr Wissen, ihr Können und ihre Möglichkeiten zur Verfügung stellen um der filmhistorischen Verantwortung des Clubs gerecht werden zu können.

Dem CLUB DER FILMJOURNALISTEN, BERLIN e.V. gehören bisher 23 Mitglieder (Stand: 23. Juli 2017) an, die in geheimer Abstimmung ebenfalls über die Vergabe des ERNST-LUBITSCH-PREISES entscheiden:

  • Volker Bleeck
  • Marga Böhle
  • Matthias Breuer
  • Eberhard von Elterlein
  • Kathrin Graebener
  • Claudia Hemmes
  • Undine Holz
  • Lothar Keller
  • Dirk Krampitz
  • Götz Kronburger (Ehrenmitglied)
  • Dr. Martin Krug
  • Claudia Lehmann
  • Matthias Pasler
  • André Sander
  • Dagmar Scheibert
  • Kerstin Schilly
  • Armin Schneider
  • Thomas Schultze
  • Markus Tschiedert
  • Peter Twiehaus
  • Laura von Wangenheim
  • Tom Westerholt
  • Steffen Wulf