Ernst Lubitsch Preis - Ernst Lubitsch Preis
Foto: X-Verleih, Alamode, DCM, Leonine, Wild Bunch, Leonine

Ernst Lubitsch Preis 2026

Unsere sechs Nominierten

Der Club der Filmjournalisten gibt erstmals Nominierungen für den Ernst-Lubitsch-Preis 2026 bekannt

Anlässlich des Geburtstags von Ernst Lubitsch am 29. Januar veröffentlicht der CLUB DER FILMJOURNALISTEN BERLIN e.V. erstmals die Nominierungen für die renommierte Auszeichnung.
Mit dem Ernst-Lubitsch-Preis würdigt der Club jährlich herausragende komödiantische Leistungen im deutschsprachigen Film. Die frühzeitige Bekanntgabe der Nominierten lenkt bereits vor der Preisverleihung den Blick auf die Vielfalt und Qualität origineller Beiträge im zurückliegenden Kinojahr. So sind für den Ernst-Lubitsch-Preis 2026 alle deutschsprachigen Filme mit komödiantischem Tonfall zugelassen, die 2025 regulär in den Kinos liefen. Aus insgesamt zwölf Vorschlägen einigte sich ein Vorauswahlkomitee des Clubs auf folgende sechs Nominierungen:

 

WOLFGANG BECKER

Regisseur, Autor und Darsteller (posthum) „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ (oben links)

 

MALA EMDE

Darstellerin „Köln 75“ (oben Mitte)

 

FELIX KRAMER

Darsteller „Was Marielle weiß“ (oben rechts)

 

JASMIN SHAKERI

Darstellerin „Feste & Freunde – Ein Hoch auf uns“ (unten links)

 

ALBRECHT SCHUCH

Darsteller „Pfau – Bin ich echt?“ (unten Mitte)

 

LAURA TONKE

Darstellerin „Feste & Freunde – Ein Hoch auf uns“ (unten rechts)

 

„Mit der Bekanntgabe der Nominierungen möchten wir früh zeigen, wie unterschiedlich, mutig und lebendig komödiantisches Erzählen sein kann“, erklärt Markus Tschiedert, Vorstandsvorsitzender des Clubs. „Dabei erkennen wir Qualitäten, die auch in den Filmen von Ernst Lubitsch sichtbar werden: Humor und Leichtigkeit, gepaart mit einem klaren Blick auf gesellschaftliche Konventionen und moralische Fragen.“
Der Preisträger oder die Preisträgerin des Ernst-Lubitsch-Preises 2026 wird in geheimer Wahl durch die Mitglieder des Clubs bestimmt und im Februar bekannt gegeben.

Foto: Deutsche Kinemathek

Liebe Freunde des Ernst-Lubitsch-Preises,
der Vorstand des Clubs der Filmjournalistin Berlin möchte Stellung beziehen in einer Zeit, in der wir und unsere Mitglieder mit großer Sorge den sich schleichend wieder aufkeimenden und sich ausbreitenden Antisemitismus wahrnehmen. Und das nicht nur in unserem Land.
Ernst Lubitsch, dem zu Ehren seit 1958 der nach ihm benannte Preis verliehen wird, war ein Deutscher, ein Berliner, ein Jude und einer der bedeutendsten Regisseure der Welt. Er war kein Verfolgter des NS-Regimes, weil er bereits 1922 nach Hollywood immigrierte, aber er drehte 1942 mit „Sein oder Nichtsein“ die wohl kühnste, weil auch komische Abrechnung mit Hitler und seinen Schergen.
Dass die Nazis Millionen von Menschen vertrieben und ermordeten, hat Deutschland damals – auch künstlerisch – arm gemacht. Mit der Eliminierung jüdischer Kunst und des einzigartigen jüdischen Humors wurde unserem Land und seinen Bewohnern etwas genommen, was maßgeblich dazu beigetragen hatte, dieses Land um seine Bewohner zu charakterisieren, zu profilieren.
Um diese Wunde in der Nachkriegszeit zu heilen, hat der großartige Regisseur Billy Wilder, selbst Jude, 1957 die Idee zum Ernst-Lubitsch-Preis gehabt. Denn der Humor ist eine starke Waffe, um gegen Menschenverachtung und Extremismus anzukämpfen. In einem Land ohne jüdische Kultur, ohne jüdischen Humor wäre es einfach nur traurig, da möchte man nicht leben.
Auch deshalb hat der Ernst-Lubitsch-Preis eine so große Bedeutung für die Kinolandschaft und die Kultur im Allgemeinen. Er ist nicht nur ein Lebenswerk für das komödiantische Können hervorragender Künstler, sondern auch ein Zeichen der Aussöhnung und der Erinnerung, dass Menschen gut daran tun, gemeinsam zu lachen.