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Dieter Hallervorden

Dieter Hallervorden hat die deutsche Humorlandschaft über Jahrzehnte lang mitgeprägt. Von den bahnbrechendem Slapstick-Anfängen seiner TV-Show „Nonstop Nonsens“ über die politischen Kabarett-Auftritte auf der Bühne der Wühlmäuse bis hin zum berührend leisen Humor-Ausflug in Til Schweigers „Honig im Kopf“ hat der Schauspieler bewiesen, dass er die ganze Klaviatur der Komik perfekt beherrscht.

Hallervorden wurde am 5. September 1935 in Dessau geboren und kam 1958 nach Berlin. 1960 gründete er hier das Kabarett-Theater ‚Die Wühlmäuse‘. Im gleichen Jahr begann seine Filmkarriere mit Fritz Langs „Die 1000 Augen des Dr. Mabuse“. Roman Polanski verpflichtete ihn 1972 für „Was?“, aber erst durch seine TV-Erfolge wurde er Zuschauern ein Begriff. Das ebnete ihm den Weg zur Leinwand. Jean Girault – Hausregisseur von Louis de Funés – drehte mit ihm die Erfolgskomödie „Ach du lieber Harry“ (1981). Mit „Der Schnüffler“ (1983), „Didi – Der Doppelgänger“ (1984) oder „Der Experte“ (1988) landete Hallervorden weitere Hits. 1992 kam mit „Alles Lüge“ sein vorerst letzter Film ins Kino. Er widmete sich wieder mehr dem Fernsehen und der Bühne. 2008 übernahm er die Leitung des Schlosspark Theaters in Berlin. Sein phänomenales Leinwand-Comeback lieferte der vielseitige Künstler 2013 in „Sein letztes Rennen“, das ihm den Deutschen Filmpreis für die beste männliche Hauptrolle einbrachte.

Der Ernst-Lubitsch-Preis wurde Dieter Hallervorden am 29. Januar 2015 von der Laudatorin Brigitte Grothum im Babylon überreicht, wo wenige Tage zuvor die 1986 vom Bildhauer Jürgen Walter aus Holz und Hartplastik gestaltete Ernst-Lubitsch-Puppe einen Ehrenplatz fand (großes Foto). Zu den Gästen gehörten Ursela Monn, Ilja Richter, Roman Knižka, Tim Wilde, Johannes Hallervorden und „Honig im Kopf“-Produzent Tom Zickler.

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