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Henry Hübchen

Henry Hübchen stand mit 19 Jahren erstmals vor der Kamera und spielte in dem DEFA-Western „Die Söhne der großen Bärin“ einen Indianer. Der Startschuss für eine aufstrebende Schauspielkarriere in der DDR.  1974 brillierte er als Mischa in Frank Beyers „Jakob der Lügner“ – die einzige DDR-Produktion, die je für den Oscar in der Kategorie ‚Bester fremdsprachiger Film’ nominiert war. Neben diversen Fernsehauftritten („Polizeiruf 110“) konnte der gebürtige Berliner, der am 20. Februar 1947 in Charlottenburg geboren wurde, ebenso im Kino überzeugen wie 1979 in „Alle meine Mädchen“ und 1987 in „Vernehmung der Zeugen“.

Nach der Wende kam seine Karriere erst richtig in Schwung – sowohl an der Berliner Volksbühne durch die enge Zusammenarbeit mit Theaterregisseur Frank Castorf als auch vor der Kinokamera für Leander Haußmanns „Sonnenallee“ und Dani Levys „Alles auf Zucker“ (2005 mit dem Ernst-Lubitsch-Preis ausgezeichnet) als abgehalfterter Sportreporter Jaecki Zucker, der sich nach dem Tod der Mutter mit jüdischen Traditionen auseinandersetzen muss. Dafür bekam Hübchen den Deutschen Filmpreis und weitere Komödien-Angebote wie Andreas Dresens „Whiskey mit Wodka“ und „Jesus liebt mich“ von und mit Florian David Fitz.

2013 konnte Hübchen sein komödiantisches Talent gleich doppelt unter Beweis stellen: In der überdrehten Satire „Hai-Alarm am Müggelsee“ unter der Regie von Leander Haußmann und Sven Regener als durchgeknallter Bürgermeister und in Holger Haases „Da geht noch was“ als verschlagener Vater – wieder an der Seite von Florian David Fitz als sein Sohn.

Dafür wurde Henry Hübchen am 27. Januar 2014 im Babylon der Ernst-Lubitsch-Preis überreicht. Die Laudatio hielt Lubitsch-Preisträger Leander Haußmann (2010 für „Dinosaurier – Gegen uns sehr ihr alt aus!“). Zu den Gästen zählten Martina Gedeck, Milan Peschel und die Lubitsch-Preisträger Peter Timm (1987 für „Meier“), Wolfgang Kohlhaase (1990 für „Der Bruch“), Manfred Krug (1991 für „Neuner“), Michael Gwisdek (2000 für „Nachtgestalten“) und Douglas Wolfsperger (2003 für „Bellaria – So lange wir leben!“).

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