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Charly Hübner

Charly Hübner verdankt seine ersten Filmschritte Sherry Hormann. Die Regisseurin verpflichtete ihn 2003 erstmals für „Wenn Weihnachten wahr wird“, gefolgt von „Männer wie wir“. Seitdem ist der am 4. Dezember 1972 in Neustrelitz/Mecklenburg-Vorpommern als Carsten Johannes Marcus Hübner geborene Schauspieler aus der deutschen Film- und Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. Anfangs sah man ihn in kleinen Rollen, etwa in „1 ½ Ritter“ von Til Schweiger (Lubitsch-Preisträger 2008) oder in Detlev Bucks „Hände weg von Mississippi“. Besondere Aufmerksamkeit bekam Hübner, als er 2006 in dem international gefeierten Drama „Das Leben der Anderen“ über den dubiosen DDR-Sicherheitsapparat einen Stasi-Oberfeldwebel mimte. Weitere Auftritte in Marco Kreuzpaintners „Krabat“ und Julie Delpys „Die Gräfin“ folgten, und er wurde Sketch-Partner von Anke Engelke (Lubitsch-Preisträgerin 2016) in der Comedy-Show „Ladykracher“. Seit 2010 ermittelt er zusammen mit Anneke Kim Sarnau in der Krimiserie „Polizeiruf 110“.

Sein Handwerk erlernte Hübner an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Neben seinem Studium nahm er Engagements am Maxim-Gorki-Theater und an der Schaubühne an. Dem Theater ist er bis heute treu geblieben.  Im Fernsehen profilierte er sich mit Hauptrollen in „Bornholmer Straße“, „Vorsicht vor Leuten“ und „Jürgen – Heute wird gelebt“. Mit seiner Frau, der Schauspielerin Lina Beckmann, lebt Hübner heute in Hamburg. Oft stehen sie gemeinsam vor der Kamera. So auch in dem Roadmovie „Magical Mystery“den Lubitsch-Preis bekam. ‚Mit seiner wortkargen, unaufdringlichen Darstellung eines im Grunde genommen sensiblen Mannes gewinnt Charly Hübner alle Sympathien’, heißt es in der Begründung.

Die Verleihung fand am 28. Januar 2018 im Babylon statt. Die Laudatio hielt Sherry Hormann. Anlässlich des 60. Jubiläums des Preises reisten viele frühere Preisträger an. Es gratulierten Angelika Milster (1975),  Percy Adlon (1988), Wolfgang Kohlhaase (1990), Reinhard Schwabenitzky (1992), Katja von Garnier (1994), Sönke Wortmann (1995), Douglas Wolfsperger (2003), Leander Haußmann (2010) und Peter Simonischek (2017).

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